Samstag, 17. August 2013

Ben´s Traum Teil 1

Ich bin Ben. Naja, eigentlich Benjamin, aber nur eine Person nennt mich Benjamin und irgendwie klingt das befremdlich. Ich wohne dort, wo auch Tequila getrunken wird oder wo Fuchs und Hase sich "Gute Nacht" sagen.


Das einzig internationale hier sind die Trucker aus Russland, deren Navigationssystem sie immer in die Irre führt und sie ganz verstört nach einer Hausnummer suchen, die es bei uns gar nicht gibt. Auch ein holländisches Pärchen war mal hier auf einer Radtour. Aber das zählt wohl kaum.
Ich musste immer wieder mal ins Krankenhaus. Nix schlimmes, nur wegen meiner Lunge. Da lag ich nun, meistens mit Erwachsenen im Zimmer, weil es keine Kinderstation gab und ja doch irgendwie dringend war. So auch, als ich mein erstes Windelerlebnis hatte.


Es war ein Dreibett-Zimmer in einem kirchlichen Krankenhaus. Meine Atemnot hatte sich schon wieder gelegt, ich war nur noch zur Beobachtung da.
Krankenhäuser können echt langweilig sein und so war ich fast dankbar, als der Zivi ins Zimmer kam, um die Vorräte im Schrank aufzufüllen. Über den Kleiderschränken waren noch verschiedene Stauräume. Dieses Mal brachte er Stapel mit blauen Windelhosen, die er ordentlich über meinem Kleiderschrank einsortierte. Begeistert schaute ich ihm dabei zu. Obwohl schon Zivildienst, hatte er mit seiner Körpergröße zu tun, in die oberen Ablagen zu kommen. Eine Windel klappte auf und gab den Blick auf das Innere frei...


Mir gingen diese Bilder nicht mehr aus dem Kopf. Ich hatte schon lange eine gewisse Faszination für Windeln, allerdings war es bisher nicht so nah. Einmal im Drogeriemarkt gab es Windeln, die mir wegen ihrer Größe aufgefallen sind. Ich war aber nicht alleine dort und so blieben die Windeln im Regal. Nun lagen da Windeln im Schrank, offen und ungezählt. Sicher fällt es nicht auf, wenn da eine fehlt.


Nur noch die anderen Patienten standen zwischen mir und meinem ersten Windelerlebnis. Doch das war kein Problem, es gab immer wieder Gründe, das Zimmer zu verlassen und glücklicher Weise war keiner meiner Bettnachbarn bettlägerig. Fasziniert ruhte mein Blick auf der Schranktür, hinter der meine Windeln lagen. Endlich bot sich mir die erste Gelegenheit. Ich griff mir einen Stuhl, kletterte hoch und öffnete den Schrank. Der typische Windelgeruch schlug mir entgegen und mein Herz schlug schnell und so laut, dass man es sogar auf dem Gang hören musste. Ich berührte die blaue Folie des Windelstapels und war von der Weichheit einfach fasziniert. Dann schloss ich die Tür wieder, stellte den Stuhl an seinen Platz und legte mich wieder in mein Bett. Noch ehe ich über die verpasste Gelegenheit nachdenken konnte, öffnete sich die Zimmertür und der Mann aus dem Bett neben mir kam rein und murmelte mir ein "Bin wieder da." entgegen.


Ich lag in meinem Bett und gab mir große Mühe, meine Aufregung nicht offensichtlich werden zu lassen. Die Windeln waren ziemlich dick und größer, als ich mir das vorgestellt hatte. Ich begann, einen Plan zu machen, wie ich unauffällig eine Windel rausschmuggeln und anziehen konnte. Eines stand fest: ich gehe hier nicht weg, ohne es wenigstens probiert zu haben.


Mit Plänen hab ich es nicht so und eigentlich ging mir ganz schön die Muffe. Da war die Windel, nur wenige Meter entfernt und daneben die Tür, durch die jeden Moment jemand kommen konnte.
Ich wartete geduldig ab. Eines haben so ziemlich alle Krankenhäuser gemeinsam: es ist ziemlich langweilig. Und so lag ich in meinem Bett und wartete auf den richtigen Moment. Aber bei zwei erwachsenen Männern ist das gar nicht so einfach. Wenn einer ging, kam der andere grade zurück. Es war zu selten, dass sich beide gleichzeitig dazu entschieden, das Zimmer unbeobachtet zu lassen. Doch meine Geduld wurde belohnt und ich hatte tatsächlich das Zimmer für mich.

Ich hatte lang genug gewartet, als dass ich jetzt nicht länger zögerte, mir den Stuhl vom Tisch schnappte, den Schrank öffnete und ohne große Überlegung eine blaue Windel vom Stapel nahm. Ich hatte keine Zeit zum Betrachten, sofort steckte ich sie unter meinen Schlafanzug und deckte das mit dem Bademantel zu. Der Gürtel hielt die Windel fest an meinen Körper gedrückt und die weiche Folie hinterließ einen ersten Eindruck von Gefühl. Mein Herz schlug wild und mahnte zur Eile. Ich stellte den Stuhl zurück an seinen Platz und mit leicht zittrigen Knien ging ich zur Toilette. Die befand sich genau gegenüber von meinem Zimmer und war so eine typische Schulklo-Konstruktion mit dünnen Zwischenwänden und Guckzone für die Füße. Zum Glück konnte man die Kabine abschließen und so setzte ich mich auf den Deckel und kramte die Windel hervor.


Sie fühlte sich weich an, ein interessanter, leicht chemischer Geruch stieg mir in die Nase, die von krankenhaustypischen Desinfektionsmitteldüften schon reichlich betäubt war. Doch dieser neue Duft, die blaue Farbe, die weiche Folie, alles war so neu und ein Glücksgefühl durchströmte mich. Sicher: ich hatte wohl gelernt, dass nur kleine Kinder Windeln tragen. Ich hatte auch nicht vor, jetzt nen Schnuller zu lutschen und die Windel ihrem eigentlichen Verwendungszweck zuzuführen. Nur anziehen, fühlen und erleben.


Da saß ich nun in der Toilettenkabine und horchte in den Raum, immer in Erwartung, es könnte jemand kommen und das Rascheln der Windel hören, während ich diese anzog. Mir blieb keine andere Möglichkeit, ein weiteres Mal meinem Glück zu vertrauen. Unbeholfen öffnete ich die Windel ganz, betrachtete alle Details, saugte den Geruch auf und legte sie auf die Toilette, um mich dann draufzusetzen und die Windel anzulegen.

Ich war selbst für meine Altersklasse ziemlich schmal gebaut und die Windel war auch etwas zu groß, aber irgendwann hatte ich alle vier Klebestreifen zu, stand auf, zupfte das blaue Windelwunder zurecht, so gut ich konnte und zog meine Trainingshose wieder hoch. Ich hatte das Gefühl, einen unübersehbaren Unterleib zu haben und scheinbar machte die Windel bei jeder Bewegung unüberhörbare Geräusche. Ich machte den Bademantel wieder zu, ging zurück in mein Zimmer und legte mich in mein Bett. Die Blicke meines Bettnachbarn, der zwischenzeitlich wieder zurück war, wirkten verwundert, oder bildete ich mir das nur ein?

Ich überging dieses seltsame Gefühl und zog meine Bettdecke ungewöhnlich hoch. Das Windel-Gefühl war trotz der Umstände beachtlich, immer wieder ging meine Hand in den Schritt und fühlte dieses großartige Verwöhngefühl. Ich wollte es so lange wie möglich auskosten und hier im Krankenhaus gab es außer rumliegen keine wirkliche Aufgabe. Ich drehte mich unter scheinbar lauten Knistern der Windelfolie auf die Seite und schlief ein.

***

PS: Jesus lebt!

Eingesendet von User Ben per E-Mail. Vielen lieben Dank!

3 Kommentare:

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