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Freitag, 10. April 2015

Bens Traum Kapitel 17


Wir gingen den schmalen Gang zurück, den ich vor 10 Minuten noch im Eiltempo zurückgelegt hatte. Zurück auf dem Hauptgang steuerte Thomas auf eine Tür auf der anderen Seite zu. "Sekretariat" verriet die Aufschrift an der Tür. Ohne zu klopfen öffnete Thomas und ging hinein.



Auf der anderen Seite war kein Büro. Wir standen nur wieder auf einem Gang, von dem rechts erneut Türen abgingen. Gleich die erste Tür war mit "Sanitätsraum" bezeichnet.

"Wickelstube wäre wohl passender", raunte Thomas mir zu und klopfte. Niemand öffnete. Wir setzten uns auf die Stühle neben der Tür. Ich schaute weiter auf den mit grauem Teppich ausgelegten Gang. Jede Menge Schränke, bis unter die Decke, säumten die eine Seite. Eine eingebaute Küchenzeile mit obligatorischer Kaffeemaschine reihte sich nahtlos an. Am Ende des Ganges war Tageslicht zu sehen, der Gang öffnete sich zu einem Büro.

"Da vorne sitzt die Sekretärin", erklärte Thomas, der meinem Blick gefolgt war. Noch bevor er weiter den Reiseführer spielen konnte, öffnete sich die Tür, durch die wir auch gekommen waren und der Sanitäter kam in den Sekretariatsbereich.

"Ihr wollt zu mir.", sagte er. Er kannte seine Patienten, immerhin galt es viele Jahre die Schule zu besuchen. "Wer will zuerst?"

Thomas schob mich vor, der Pfleger öffnete die Tür und wir betraten das lichtdurchflutete Krankenzimmer. Eigentlich sah es mehr wie eine Arztpraxis aus, nur nicht so steril. An der Seite stand eine Liege, die Mitte des Raumes nahm ein quadratischer Schreibtisch für zwei Personen ein. Der Rest bestand aus Schränken, die ihren Inhalt nicht preisgaben.

"OK, Ben, du kennst dich ja aus. Setz dich bitte."

Der Pfleger hatte mich gar nicht angesehen, sondern kramte in seinem Schreibtisch nach meiner Akte. Die untere Schublade war ein vollgestopftes Hängeregister.

"Wohin?" fagte ich mich und riss den Pfleger aus seiner Suche.

"Einfach auf die Liege, wie immer.". Er senkte wieder seinen Blick und suchte weiter mit den Fingern nach meiner Akte. "Ah, hier hab ich dich."

Wie zum Beweis hielt er meine Akte hoch und öffnete sie, während er mit dem Fuß die Schublade wieder schloss. "Was führt dich heute zu mir?", fragte er, während er immer noch in meiner Akte blätterte.

"Ähm...", begann ich stockend, "Thomas hat mich mit hierher geschleppt, eigentlich wollte ich gar nicht..."
"Ach so. Also brauchst du neue Unterwäsche, das kennen wir ja schon.". Der Pfleger steuerte auf einen Schrank zu, öffnete die Tür und nahm eine Windel von einem sehr großen Stapel unterschiedlichster Windeln. Ich konnte nur einen kurzen Blick erhaschen, den größten Teil verdeckte der Körper des Pflegers.

"Ich geb dir das Standard-Modell, Marke Extra-Stark, das müsste für den Rest des Tages reichen.", sagte der Pfleger und kam mit einer Molicare Super Plus zurück.

"Die ist ziemlich dick und doch nur für die Nacht." sagte ich.

"Das sind nur Orientierungshilfen, damit wir wissen, wie stark sie sind. Man kann sie auch für den Tag benutzen. In deiner Akte steht, dass du immer die Super Plus bekommst, wenn der Tag noch lang ist."

Ich fügte mich. Ich wollte grade die Hose runterziehen, als der Pfleger mich zurück hielt. "Moment, erst mal der Sichtschutz. Anziehen kannst du dich doch schon alleine."

Ich atmete innerlich auf. Ehrlich gesagt kam mir die Situation noch sehr neu vor und wenn ich nun schon Windeln tragen musste, dann wollte ich wenigstens etwas von meiner Würde behalten. Der Pfleger zog einen Vorhang zu, der an einer Deckenschiene entlanglief und die ganze Liege einhüllte, ohne zu beengen. "Wenn du Hilfe brauchst, ruf einfach.", sagte er von der anderen Seite des Vorhangs.

Ich zog die Hosen wieder runter, breitete die Windel auf der Liege aus, roch den leicht chemisch-süßlichen Duft von Folie und Saugkern, setzte mich drauf und legte mich hin, während ich die Windel zwischen den gespreizten Beinen durchzog. Ich steich sie am Bauch glatt, klebte gewohnt die Klebestreifen fest, erst die unteren, dann die oberen, jeweils leicht schräg, prüfte den Sitz zwischen den Beinen, schwang mich wieder zurück Richtung Raum, stellte mich hin und zog die Hosen samt Schlüpfer wieder hoch. Ich verstaute die Ränder der Windel sorgfältig unter dem Unterhemd, stopfte dieses gut in die Unterhose und verschloss meinen Gürtel. Alles sollte fest und sicher sitzen, ich wollte mein "Geheimnis" nicht jedem zeigen. Dann schlüpfte ich hinter dem Vorhang hervor und stand schweigend da. Der Pfleger war über meine Akte gebeugt und notierte etwas. Er hatte das Rascheln des Vorgangs gehört und blickte nun zu mir auf.

"Toll, schon fertig. Du bist ein sehr pflegeleichter Patient. Sollte nochmal was sein, weisst du ja, wo du mich findest."

Er senkte seinen Kopf wieder und schrieb seinen Satz zu Ende.

"Soll ich Thomas reinschicken?", fragte ich.
"Ja, bitte." antwortete er, ohne aufzublicken. Ich drehte mich um und ging zur Tür. Hinter mir konnte ich noch das Geräusch der Registratur hören, als der Pfleger sie wieder öffnete. Dann verließ ich den Raum.

"Du bist dran.", sagte ich zu Thomas.
"Ich muss aber nicht." Er griff sich zwischen die Beine. "Noch ganz viel Stauraum übrig.". Er grinste.
"Sag ihm das selbst.", antwortete ich und setzte mich wieder auf meinen Platz. Thomas stand auf, öffnete kurz die Tür und sagte "Hat sich erledigt, ich hatte Ben nur begleitet.", dann schloss er die Tür wieder. Man konnte noch ein ersticktes "OK." hören.

Thomas machte sich zum Gehen auf, ich folgte ihm wieder wortlos. Die Tür des Sekretariatsbereiches fiel leise hinter uns ins Schloss. "Du hast untenrum etwas zugenommen." sagte er.
"Ich weiß, hab eine von den superstarken bekommen."
"Mir gefällt's und wenn du dich damit auch wohl fühlst, ist es doch OK.", sagte er und lief weiter Richtung Klassenzimmer.

Die Hofpause war vorbei, der Rest des Tages war erstaunlich ereignislos. Meine Gedanken konnte ich nicht wirklich von dem sehr deutlichen Windelgefühl zwischen meinen Beinen ablenken. Nach der 6. Stunde war Schluss, die Windel war immer noch frocken und wir gingen wieder nach Hause.

Es duftete schon nach Essen, als wir zu Hause ankamen. "Na ihr zwei, alles OK?"
"Ja." sagten wir zur gleichen Zeit. Es stimmte sogar, ich war froh, dass dieser Tag so normal abgelaufen war, peinliche Situationen sich von selbst aufgelöst hatten und meine Windel immer noch trocken war.
"Fein, dann gleich mal los, Essen steht auf dem Tisch und danach erst mal Mittagsschlaf."

Meine Mutter war von solch komischen Kindergarten-Ideen immer noch nicht abzubringen, aber ich hatte mich an die Pause nach der Schule gewöhnt. Beim Essen machte sich wieder ein vertrautes Halsgefühl bemerkbar. Ich betastete die Region um meinen Kehlkopf, um die Quelle des Druckschmerzes zu lokalisieren. "Alles OK, Mom." sagte ich gleich, als ich den Blick meiner Mutter bemerkte. "Hat nur beim Schlucken weh getan. Vielleicht noch eine Erkältung im Anmarsch."

Das schien sie zu beruhigen. Wir waren fast zeitgleich fertig, standen auf und rannten die Treppe hoch in unsere Zimmer. Aus der Küche hallte noch der Klang von Abwasch hinter uns her. Ich rief noch "Danke" in die Richtung meiner Mutter und bekam ein "Schlaft gut" als Antwort.

Auf dem oberen Treppenabsatz blieb Thomas stehen, holte kurz Luft und fragte "Zu mir oder zu dir?"

1 Kommentar:

  1. Naja wie immer halt; MEHR MEHR MEHR!! :D Fortsetzung bitte... wieder mal richtig gut geschrieben mit offenem Ende! Wie es sein sollte ;!

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