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Sonntag, 12. Februar 2017

Schicksalhafter Ferienbeginn Teil 5


Sarah horchte durch das dunkle Haus. Zum Glück kannte sie alles blind, so dass sie schließlich die Küche erreichte. Sie horchte kurz ob das Rascheln der Windel jemanden geweckt haben könnte. Es war nichts zu hören. Sie schaltete das Licht an. Sie suchte sich einen Aschenbecher und setzte sich an den Küchentisch.



Sie kramte in ihrer Tasche und fand ihre Zigaretten und ihr Feuerzeug. Sie zündete sich eine Zigarette an und schaute durch den Raum. Die dunkle Bruchsteintapete und die helle Küche wirkten befremdlich. Es kam ihr so vor, als ob sie selbst nicht in den Raum passte in dem sie jeden Tag saß und auf die gleiche Art und Weise ihre Zigaretten rauchte. Sie rutschte ein wenig auf dem Stuhl umher. Wieder war das Knistern zu hören. Sie lächelte und ihr Herzschlag schien schneller zu gehen. Sie war geradezu süchtig nach dem Knistern ihrer Windel, sie schien es mehr zu brauchen als sie einen Zug von einer Zigarette je gebraucht hatte. Die Hälfte ihrer Zigarette war bereits abgebrannt, bist auf den Zug beim Anmachen hatte sie keinen zu sich genommen.

Sarah lies die letzten Stunden seit der Bestellung ins Büro des Rektors nochmal Revue passieren. Sie hatte das Gefühl, dass sie ein völlig anderer Mensch gewesen war, nicht sie selbst. Hatte sie allen nur etwas vorgespielt? Sie war beliebt. Das war gut und schön, aber warum machte sie ständig Dinge, die sie in Schwierigkeiten brachten. Hatte ihr etwas in ihrem Leben gefehlt? Wenn ja war es das Tragen von Windeln? Sie hatte nie irgendwelche Ambitionen zu Windeln entwickelt, zumindest keine die ihr bekannt waren, hatte sie mögliche Ambitionen verdrängt und durch ihrer rebellische Seite ausgetauscht? Sie seufzte. Auf der einen Seite fühlte sie sich glücklich und zufrieden, sogar besser als sonst, auf der anderen Seite erkannte sie sich selbst nicht mehr wieder. Alles was sie gemacht hatte, kam ihr wieder in den Sinn und kam ihr sinnlos vor. Aber warum? Warum hatte sie all diese Dinge getan? Im Nachhinein betrachtet kam es ihr alles andere als richtig vor. Sie wurde jäh aus ihren Gedanken gerissen als sie Schritte hörte. Sie schaute auf die Uhr.

Die Uhr zeigte inzwischen halb sechs, demnach müsste es ihre Mutter sein, die gerade aufstand um zur Arbeit zu gehen. Sollte sie sitzen bleiben oder gehen? Würde ihre Mutter bemerken was los war? Sie hoffe inständig, dass sie nichts bemerken würde, als sie sich dafür entschied in der Küche zu bleiben. Die Schritte kamen näher. Die Küchentüre öffnete sich und wie erwartet betrat ihre Mutter die Küche. Sie war verwundert Sarah um diese Zeit zu sehen.

„Sarah, was machst du denn um diese Zeit hier?“ fragte sie.

„Ach ich hab nur schlecht geschlafen und bin dann nochmal kurz runtergekommen mehr nicht.“

„Ist alles in Ordnung, du siehst irgendwie so aus als ob du dir über irgendwas Gedanken machst.“

„Ne ne alles ist in Ordnung. Ich hab nur über die ganzen Singe mit der Schule grade nachgedacht. Vermutlich hat Herr Krautscheit Recht und ich sollte mir nichts mehr zu Schulden kommen lassen. Ich glaube echt, dass ich ziemlich viel Mist gemacht hab.“

Ihre Mutter schaute sie so an, als ob sie das was ihre Tochter gesagt hatte nicht gehört hatte. Sie setzte sich ihrer Tochter gegenüber an den Tisch und brauchte einen Moment eh sie wieder etwas sagen konnte.

„Wie kommt der plötzliche Sinneswandel? Du hast dir doch sonst auch keine Gedanken darüber gemacht. Dein Vater und ich haben viel Arbeit darein investiert, dass du heute noch auf der Schule bist und jetzt machst du dir Gedanken über das was du getan hast. Ein wenig spät findest du nicht? Aber man sagt ja lieber zu spät als nie.“

Die Miene ihrer Mutter hatte sich ein wenig verfinstert, wirkte aber nicht wirklich böse, ihre Mutter hatte schon vor Jahren aufgehört über die Eingenarten ihrer Tochter vor Wut zu schäumen, aber Sarah vermutete, dass sie sich gerade an all die Dinge, die passiert waren erinnerte.

„Ja ich weiß, dass ihr es nicht einfach hattet mit mir, brauchst du mir nicht zu sagen, selbst ich finde mich gerade ein wenig anstrengend.“

Ihre Mutter hob eine Augenbraue. Sarah hatte ihre Neugier mit der Aussage geweckt.

„Also bedrückt dich doch etwas. Sonst würdest du nicht hier sitzen und dir Gedanken über dich machen. Was ist los? Muss ich mir Sorgen machen?“

Ihr Gesicht zeigte das besorgte Gesicht einer Mutter, wie Sarah es seit Jahren nicht mehr gesehen hatte.

„Nein glaub mir es ist wirklich alles in Ordnung. Vielleicht ist es nur die Erkenntnis, dass ich mich in manchen Dingen ändern sollte, mehr nicht.“

Sarah hoffte ihre Mutter würde es dabei belassen.

„Vielleicht hast du Recht. Ich muss mich jetzt auch fertig machen, sonst schaffe ich es nicht mehr rechtzeitig. Ich empfehle dir, dass du dich noch was hinlegst, sonst kannst du Unternehmungen mit Kathi morgen vermutlich vergessen.“

„Ja da hast du wohl Recht. Ich geh besser wieder ins Bett.“

Sie stand auf, da knisterte es wieder. Sie blieb regungslos stehen. Ihre Mutter fragte nochmals ob alles in Ordnung sei. Sarah nickte nur. Ihre Mutter schien das Knistern nicht gehört zu haben. Sie verließ langsam die Küche um nicht noch mehr verräterische Geräusche zu machen und ging in ihr Zimmer. Dort zog sich sich wieder bis auf die Windel und das T-Shirt, das sie trug aus und legte sich ins Bett. Dieses Mal war die Müdigkeit mächtiger als alle fragen, die sie zum Thema Windeln und ähnlichem noch hatte. Sie schlief schnell ein.

Sarahs Mutter machte sich indes in der Küche Gedanken über die komischen Anwandlungen ihrer Tochter. Sarah hatte noch nie über das nachgedacht was sie in der Schule angestellt hatte. Das stimmte sie nachdenklich. Sie überlegte was sich in letzter Zeit geändert hatte. Ihr fiel nichts ein, alles war wie immer gewesen in letzter Zeit und gestern war auch alles noch so wie sonst und gestern...und gestern war Kathi angekommen. Aber wie hätte Kathi es angestellt haben, dass Sarah über sich selbst und ihre Fehler nachdenkt und das innerhalb so kurzer Zeit. Sie konnte sich keinen Reim darauf machen, aber es kam ihr dennoch seltsam vor. Sie schnappte sich ihr Handy und tippte ein wenig darauf herum ehe sie sich für die Arbeit fertig machte.

Kommentare:

  1. Die Vortsetzung ist immer einwenig spannender geworden. Bitte schreib bald den nächsten Teil und was sonst noch so passiert.

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  2. sehr schöne Fortsetzung
    einen danke an den oder die schreiber / in
    bitte schnell weiter schreiben
    vielleicht auch etwas läger

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  3. Einfach gut.
    Bitte bitte bitte... weiterschreiben... .

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