Dienstag, 6. Januar 2026

Mick`s Tag als Adultbaby - Teil 3

 => Teil 2

Na, mein Micky… Schmeckt der Kakao?“

Als Antwort, nuckle ich nun schneller und der Sauger macht leise Glucker-Geräusche, jedes Schlürfen klingt wie ein kleines Lied der Zufriedenheit. Sie beobachtet mich weiter als ein Kind, das etwas ganz Großes vollbracht hat und in ihren Augen liegt Stolz und mit Wärme erfüllt, aber auch mit Besitz. Ich bin einfach nur glücklich, so festgeschnallt, so versorgt und so ganz in meiner Welt aus Kakaoduft, Babyfläschchen und Mamis Blick.


Ich nuckle noch einmal kräftig, bis nur noch ein leises Gluckern zu hören ist und der Kakao  aus getunkten ist. Dann halte ich das Fläschchen noch einen Moment länger in den Händen, als könnte ich es mit Willenskraft wieder füllen, doch dann spüre ich Mamis Finger an meinen Händen.

So, mein Süßer. Alles leer, was?“

Sie nimmt mir das Fläschchen behutsam ab, wie man einem Baby etwas aus den Händen nimmt, nicht fordernd, nur fürsorglich. Sie stellt es zur Seite, greift kurz nach einer Serviette und tupft mir den kleinen Tropfen vom Kinn. Ich sitze jetzt einfach nur da und mein Bauch fühlt sich angenehm voll an, meine Windel schmiegt sich schützend um mich. Ich spüre, wie der Stoff des Bodys ein wenig spannt, wenn ich mich bewege, und jedes kleine Zucken bringt ein leises Rascheln mit sich.

Mami sitzt immer noch gegenüber und nimmt den letzten Bissen von ihrem Brot, dann trinkt sie einen Schluck aus ihrer Tasse. Ich sehe noch den Dampf über dem Tee tanzen, ihre Bewegungen sind ruhig und bedacht, fast zeremoniell. Ich könnte ihr stundenlang zusehen.

Als sie fertig ist, stellt sie Teller und Tasse zur Seite und ich höre das Klappern des Bestecks, das leise Schaben des Stuhls, als sie aufsteht. Ich warte still, der Schnuller liegt noch auf dem Tisch. Ich sehe ihn und sehne mich ein wenig nach ihm. Aber ich sage nichts, bin einfach da und dann steht sie vor mir.

Na, jetzt holen wir dich da wieder raus, Micky.“

Sie klappt die Ablage hoch und greift unter meine Arme, ihre Hände sind stark, aber sanft. Sie hilft mir ganz mühelos und ich wackle wieder etwas, meine Beine müssen sich erst erneut an die Breite der Windel gewöhnen. Ich tapse neben ihr her, breitbeinig und schwerfällig, aber so soll es ja sein.

Wir gehen gemeinsam ins Bad und ich höre das Plätschern, wie sie den Wasserhahn aufdreht, das Licht ist hell, die Fliesen glänzen und der Spiegel ist noch ein wenig beschlagen von ihrer Dusche heute Morgen. Der Schnuller blieb auf dem Tisch, und ich merke es erst jetzt richtig, wie leer sich mein Mund anfühlte. Ich schmatze leicht aus Gewohnheit und sehe zu Mami und sie gibt mir zu verstehen, dass es okay ist und ich fühle mich glücklich.

Mami führt mich zum Waschbecken und bleibt neben mir stehen, dann sehe ich mich selbst im Spiegel, zerzaustes Haar, runde Wangen, rote Ohren, teilweise verschlafen, bis zu einem gewissen Grad stolz. Sie reicht mir meine Zahnbürste, diese ist leicht kindlich mit dem Elefanten. Ich nehme sie, wie sie es mir beigebracht hat.

Na los, mein Kleiner. Mund auf.“

Mami lächelt, beobachtet mich, dann beginnt sie selbst, sich die Zähne zu putzen. Ich liebe es, wenn wir das gleichzeitig machen, es fühlt sich so familiär an. Einfach richtig, als gehöre ich genau hierher. Nachdem ich fertig bin, hilft sie mir beim Ausspülen mit einem kleinen Schluck Wasser, ein wenig tropft vom Kinn und sie wischt es einfach weg.

Komm, Micky“,

sagt sie schließlich, als sie selbst auch fertig ist,

jetzt ziehen wir dich an.“

Ich nicke nur, wie immer, brauche ich keine Worte und folge ihr. Im Zimmer ist das Licht warm, die Gardinen lassen die Sonne sanft auf den Teppich fallen. Die Kleidung liegt schon bereit, eine dunkelblaue Latzhose, weicher Stoff und ein Pulli in hellem Grün mit kleinen Fahrzeugen darauf.

Mami kniet sich vor mich und beginnt mich anzuziehen, ich lasse alles mit mir machen, ganz brav wie sie es mir beigebracht hat. Erst die Beine in die Hose, dann hochziehen, Träger über die Schultern, es sitzt etwas eng über der Windel, aber das macht es nur besser. Ich spüre, wie eingepackt ich bin, es fühlt sich einfach so richtig an.

Dann wird der Pulli mir über den Kopf gezogen, durch die Ärmel und glatt gezogen über den Bauch. Mami zupft ihn zu Recht, streicht über meine Schultern.

So, mein Hübscher.“

Ich werde etwas rot, ich weiß nicht warum, vielleicht weil ich es liebe, wenn sie das sagt. Dann greift sie zur Kommode, nimmt eine bunte Schnullerkette mit kleinen Holzperlen und einem Clip. Sie befestigt sie an meinem Pulli und ich sehe, wie sie kurz prüft, ob sie hält, dann holt sie den neuen Schnuller.

Hier. Den hast du dir verdient.“

Sie drückt ihn mir sanft an die Lippen und ich öffne sofort den Mund. Sie steckt ihn mir sanft in den Mund und ich beginne zu nuckeln. Schnell, aber rhythmisch, als wäre er das Letzte, was mir gefehlt hat, und in mir ist alles wieder ruhiger. Ich bin angezogen und versorgt, verbunden mit Mami und bereit für den Tag als Baby.

Meine Latzhose sitzt angenehm über der dicken Windel, der Pulli weich auf der Haut. Der neue Schnuller steckt fest zwischen meinen Lippen, ich nuckle zufrieden und ruhig, genauso wie es sein soll. Ich sitze noch immer auf dem Hocker im Zimmer, dann höre ich Mami im Flur, wie sie ihre Jacke anzieht, ein kurzes Rascheln, dann das leisere Klacken der Reißverschlüsse. Ich weiß, was das heißt, Mami geht arbeiten und für mich geht es gleich los in den Hort.

Der Hort ist ein besonderer Ort, an dem andere wie ich sind. Große Babys, erwachsene Windelträger mit kleinen Herzen in großen Körpern. Ich habe sie nicht alle gern, aber ich fühle mich trotzdem sicher dort und ich weiß, Mami bringt mich nur dorthin, wo es mir gut geht und ich hingehöre. Dann kommt sie ins Zimmer, lächelt und streckt mir die Arme entgegen.

So, mein kleiner Micky, jetzt machen wir dich fertig für draußen.“

Ich rutsche brav vom Hocker, der Schnuller wackelt beim Aufstehen, ich muss schon richtig breitbeinig stehen, denn die Windel zwingt mich dazu. Aber das ist gut so, ich mag es, so richtig eingepackt zu sein, denn dieses Gefühl erinnert mich daran, wie behütet und umsorgt ich bin und sein möchte.

Mami hilft mir in die Jacke, die dunkelgrün, mit einem Bärchen auf der Brust, dann wird die Mütze leicht über die Ohren gezogen. Ich werde etwas rot, sie schiebt mir ein paar Haarsträhnen aus dem Gesicht, ich spüre ihre warmen und vertrauten Finger. Dann kommen die Schuhe, sie macht das alles so schnell und routiniert, als hätte sie nie etwas anderes getan. Ich halte mich an der Wand fest, während sie die Klettverschlüsse schließt, ich bin einfach da und folge, mein Körper ist schon automatisch auf ihre Griffe abgestimmt.

Sie hält mir meinen kleinen Rucksack entgegen, dann greift sie nach ihrer eigenen Tasche, streift sie über ihrer Schulter und öffnet die Tür. Die kalte Luft streicht mir über die Wangen, aber ich spüre kaum etwas, ich bin zu sehr mit dem Gedenken an Mami beschäftigt, in ihrer Nähe inhaliere ich noch mal ihren ganz besonderen Duft.

Dann tapse ich brav hinter ihr her, meine Windel knistert leise bei jedem Schritt, die Jacke übertönt es fast, meine Schuhe klopfen über den Gehweg und dann sind wir auch schon am Auto. Mami öffnet die hintere Tür, beugt sich vor, klappt den Kindersitz für große Babys herunter, dieser ist extra groß und stabil, genau wie für mich gemacht. Sie legt die Hand an meinen Rücken, hilft mir hinein und ich klettere etwas unbeholfen. Die Latzhose spannt und ich falle fast in den Sitz.

Langsam“,

sagt sie liebevoll, klickt den Gurt ein.

Mami hilft doch.“

Ich nicke, der Schnuller wackelt etwas und ich nuckle gleich ein wenig schneller. Die Tür schließt sich, dann setzt sie sich vorn ans Steuer. Ich höre die Zündung, das Radio ist noch aus, nur das leise Summen des Motors und das Kratzen des Eiskratzers, mit dem jemand gegenüber sein Auto frei macht.

Die Fahr beginnt und ich starre aus dem Fenster, alles zieht bei mir vorbei, ich sehe ein graues Haus, einen Hund, einen Baum mit nackten Ästen. Ich denke an nichts, nuckle nur am Schnuller, der mich beruhigt. Etwas nervös und aufgeregt bin ich dann schon. Mami fährt langsam, sie summt leise zum Lied im Radio und ich liebe das so sehr, wenn sie das macht.

Dann sind wir da, ein etwas größeres Haus mit Vorgarten und einem gepflasterten Gehweg. Ähnlich wie ein Kindergarten, farbenfroh und sanft gestrichen. Der Eingang hat eine Rampe und Stufen. Die Tür ist aus Holz, mit einem kleinen Schild daneben, darauf steht:

„Tagesbetreuung für regressives Verhalten – Erwachsenenpflege mit Herz“

Mami steigt aus, öffnet meine Tür und macht mich los, ich muss nicht fragen, sie hilft mir raus und auf die Beine. Ich wanke ein wenig, die Windel drückt gegen meinen Schritt und ich rutsche fast, aber sie hält mich fest. Ich klammere mich an ihren Ärmel wie ein kleines Kind.

Alles gut“,

flüstert sie,

du machst das toll.“

Drinnen ist es warm, es riecht ganz leicht nach Babypuder und nach Vanille. Gedämpfte Musik läuft leise, im Vorraum steht eine Betreuerin. Sie trägt bequeme Kleidung, ein Namensschild, auf dem Frau Julia steht, ihre Stimme ist freundlich und sanft.

Guten Morgen, Micky. Schön, dass du wieder da bist.“

Ich nuckle am Schnuller, sage nichts, nur ein leises Mmmh. Mami unterhält sich dann mit der Betreuerin. Ihre Stimmen sind freundlich und ruhig, klingen nach Vertrauen. Erwachsene Dinge, über den Inhalt von meinem Rucksack, Fläschchen, die letzte Mahlzeit.

Dann passiert es, ohne zu überlegen, ohne zu entscheiden, ich lasse es einfach geschehen. Meine Muskeln geben nach, der Bauch wird weich und mit einem leisen, kaum merklichen Seufzen lasse ich laufen. Die Wärme breitet sich in meiner Windel aus, zuerst ganz langsam, dann kräftiger. Es wird feucht, dann wohlig warm, ein Kribbeln überzieht meinen Rücken und dann meine Beine. Die Windel schwillt ein wenig auf, schmiegt sich enger an mich, als würde sie mich in den Arm nehmen, genau dort, wo ich es gerade am meisten brauche.

Ein zartes Gefühl von Scham kriecht in meine Brust, ich wage es nicht, aufzublicken und nuckle nur fester. Die Wärme zwischen meinen Beinen ist zugleich tröstlich und entblößend. Ich fühle mich klein, aber auch sicher, denn Mami ist da. Ich drücke mich noch fester an sie, vergrabe mein Gesicht fast in ihrer Seite, ohne ein Wort zu sagen. Die Hand an ihrem Arm halte mich fest und innerlich wie äußerlich. Mami streichelt mir gedankenverloren über den Rücken, während sie spricht. Ihre Hand gleitet sanft über den Stoff meines Pullovers, und ihre Stimme bleibt ruhig.

Sie hat es gespürt, denke ich. Bestimmt. Sie merkt so was immer.

Obwohl mein Gesicht heiß wird und mein Herz ein wenig schneller schlägt, ist da auch ein Lächeln. Ganz versteckt unter dem Schnuller, denn alles ist richtig, alles ist gut, denn ich darf das. Die Betreuerin nickt freundlich, beugt sich leicht zu mir herunter.

„Na, mein Kleiner. Bereit für einen neuen Spieltag?“

Ich sehe sie nur kurz an, dann sofort wieder zu Boden und der Schnuller wippt beim Atmen, aber ich nicke. Mami dreht sich zu mir, streicht mir noch einmal über den Pulli, dann über die Wange. Ihre Augen sind ruhig, aber etwas wehmütig, ich glaube, sie möchte mich nicht unbedingt hier lassen.

Ich hole dich nach dem Mittag wieder ab, mein Spatz, ja? Du bist hier gut aufgehoben.“

Ich nicke klein und der Schnuller macht ein kleines Schmatz-Geräusch. Frau Julia lächelt und streckt die Arme aus.

Na komm, Micky. Ich bringe dich erst mal in den Gruppenraum.“

Ich lasse Mami los, ganz langsam und etwas zögernd, und danach spüre ich ihren Blick im Rücken, während ich an Frau Julias Hand Richtung Gruppenraum tapse. Meine Windel raschelt laut bei jeder Bewegung. Ich bin jedes Mal etwas nervös, aber ich weiß, dass ich hier sicher bin, dass ich hier hergehöre und auch nicht alleine hier bin.



Autor: CAZ

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