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Dienstag, 13. August 2013

Eine schöne Bescherung Teil 2

=> Eine schöne Bescherung Teil 1
=> Eine schöne Bescherung Teil 3

Andreas stand der Schweiß auf der Stirn. Noch nie zuvor war er mit einer Windel außer Haus gewesen. Glücklicherweise war Winter und die Schule bekanntlich schlecht geheizt. Ein plausibler Grund also, sich etwas dicker anzuziehen als üblich.


Über dem Windelpacket, das wie in der Nacht zuvor aus einer Tena Maxi Größe S mit zerschnittener Folie und einer Größe M darüber bestand, trug er eine recht weite und zerschlissene Jeans und einen bequemen, grauen Pullover. Darunter hatte er absichtlich ein weißes T-Shirt an, das einen eventuell auftauchenden weißen Windelbund hoffentlich gut kaschieren würde.

Um in die Schule zu gelangen, musste Andreas erst ein Stück mit dem Bus fahren. Er stand bereits an der Haltestelle und alles war bisher gut gegangen. Dennoch wurde er nicht ruhiger. Nervös begann er, einer seiner schlechten Eigenschaften nachzugehen indem er an seinen Fingernägeln kaute. Doch da es eiskalt war, wurden seine Hände recht schnell rot und er steckte sie zurück in die Taschen. „Verdammt nicht mal das ist mir heute scheinbar vergönnt,“ knurrte er vor sich hin. Der 17 jährige blickte sich hektisch um, doch niemand war zu sehen. „Vielleicht sind die anderen ja alle krank? Das wäre das erste positive Ereignis des heutigen Tages... und es basiert darauf das ich mir wünsche meine Freunde ginge es schlecht... ganz schön mies von mir.

Dafür muss von denen aber sicher auch niemand mit ‘ner Windel rum zur Schule gehen. Ob sie wohl Verständnis für mich hätten? Oder würden sie mich einfach nur schief ansehen und dann vor Lachen in die Knie gehen? Ah! Eigentlich sollte ich mir darüber gar nicht den Kopf zerbrechen. Es ist wie es ist! Ich kann dem ganzen weder entgehen noch werden die andren mir den Gefallen tun und allesamt krank werden. Also sollte ich mir am besten einfach nichts anmerken lassen. Heute ist ein ganz normaler Schultag! Ein stinknormaler, langweiliger Schultag! Ja verdammt so ist es! Und wenn ich nachmittags trocken nach Hause komme, muss ich morgen sicher keine Windeln mehr tragen. Ich muss einfach nur...“
„Gut‘n Morgen! Warum stehst die hier ganz allein mit geschlossenen Augen und ziehst ein Gesicht als hättest du in eine Zitrone gebissen?“


Erschrocken fuhr Andreas hoch. Vor ihm stand Lisa, eine seiner Mitschülerinnen. Sie lächelte ihn amüsiert an. Er musste wohl einen ziemlich dämliches Gesicht gemacht haben, was ihm aber, versunken in seine Gedanken, gar nicht aufgefallen war.
„Ich äh... ähm... ich hab‘ nur... äh...“
„Vergeblich nach einer guten morgendlichen Begrüßung gesucht. Mann, das hättest du dir sparen können,“ antwortete Lisa, „Aber wenn ich dir dabei helfen kann, „Hallo“ oder „Gut’n Morgen“ sind meistens keine schlechte Wahl.“ Sie grinste ihn immer noch fröhlich an und zeigte ihm dabei ihre schneeweißen Zähne.


Ihr immer noch etwas perplexer Gesprächspartner schaffte es nun immerhin zu einem schüchternen Lächeln. Es war nicht nur die Tatsache, dass sie ihn überrascht hatte und er hier eingepackt in Windeln vor Lisa stand, die Andreas so unbeholfen reagierte lies. Insgeheim hatte er sich auch schon seit Langem ein wenig in sie verliebt. Sie sah auch wirklich zum Anbeißen aus. Angefangen bei ihrem bezaubernden Lächeln, das ihre grünen Augen strahlen ließ, hin zu ihrem wunderschönem Gesicht mit dem spitzen Kinn und den braunen, langen Haaren, die alles gleichmäßig einrahmten. Sie war etwa 1,70 m groß und somit gut einen halben Kopf kleiner als er. Ihre Figur war schlank, ohne übertrieben große oder kleine Proportionen.


Er kannte sie schon seit Volksschulzeiten und war seit damals einer ihrer besten Freunde. Verliebt in sie hatte er sich erst etwas später, als sie beide ins Gymnasium gewechselt hatten. Seit damals träumte er von nichts sehnlicher, als ihr endlich seine Liebe zu beichten, aber es hatte sich aus seiner Sicht noch nie der richtige Zeitpunkt ergeben. Sie hatte schon einige mehr oder weniger feste Freunde gehabt, er hingegen war was Mädchen betraf immer noch unerfahren. Vermutlich war er einfach nur zu schüchtern. Wenn er ein Mädchen sah, das ihm gefiel, traute er sich meistens nicht sie so ohne weiteres anzusprechen. Es war ein Gefühl, als läge zwischen ihm und dem Mädchen eine hohe Mauer, die er zwar erklimmen konnte, doch danach auf der anderen Seite war er so fertig, dass er nur noch schwitzte und keinen vernünftigen Satz mehr hervorbrachte. Nur bei Lisa hatte es dieses Hindernis nie gegeben. Bei ihr ging ihm alles ganz locker von der Hand und er musste auch nie darüber nachdenken, was er sagen sollte. Unter anderem, hatte er sich auch deshalb in sie verliebt.
„Naja in dem Fall werde ich wohl ein klassisches „Wie geht’s?“ aus meinem eigenen Repertoire bevorzugen.“


„Tja das ist schon mal ein Anfang. Aber jetzt im Ernst stimmt etwas nicht mit dir? Du wirkst irgendwie so angespannt...“
„Ach ich hab‘ nur schlecht geschlafen. Der ganze Stress macht mir mittlerweile etwas zu schaffen glaub ich,“ erzählte er wahrheitsgemäß, jedoch ohne zu präzisieren, wie genau ihm der Stress zu schaffen machte.
„Ach so.... Ja, das ist nur verständlich. Gott sei Dank kann ich noch ruhig schlafen... naja zumindest so lange meine Katze mir nicht mitten in der Nacht ihre Krallen in die Oberschenkel rammt, weil unser dämlicher Nachbarhund wieder Mal eine andere Katze oder sonst was laut bellend von deren Grundstück jagen musste.“
Die beiden unterhielten sich noch entspannt bis der Bus kam und sie zur Schule brachte. Im Laufe des Tages vergaß Andreas sogar irgendwann die Windeln, die er trug, und es war für ihn tatsächlich wie ein stinknormaler, langweiliger Schultag. Zumindest bis zur letzten Doppelstunde, in welcher normalerweise Sport angesagt gewesen wäre, doch auf Grund des winterlichen Wetters, stand diesmal Eislaufen auf dem Programm.


Auf dem Eis in der örtlichen Anlage angelangt waren seine Sorgen zunächst immer noch vergessen. Andreas war so etwas wie ein sportliches Allround-Talent und demnach auch auf dem Eis sehr schnell und geschickt auf dem Weg. Wie ein geölter Pfeil schoss er förmlich übers Eis und ließ es sich nicht nehmen, Lisa, die etwas unbeholfen auf ihren Kufen stand, zu ärgern und immer erst ganz knapp vor ihr aus vollem Lauf stehen zu bleiben und sie dabei bis über die Hüfte in eine weiße Staubwolke einzuhüllen, woraufhin sie jedes Mal laut zu Kreischen begann. „Sehr mutig jemanden einzustauben, den sogar eine Schildkröte rückwärts auf dem Eis überholen würde,“ war ihr scherzhaft gemeinter Protest nach dem dritten Mal.
„Ach jetzt sei nicht beleidigt, wenn du willst kann ich dich ja mal schieben. Dann zeigen wir’s der Schildkröte mit Sicherheit!“


„Na gut, aber mach‘ ja nicht zu schnell, du weißt ich kann nicht gut bremsen!“ „Versprochen!“
Andreas packte Lisa von hinten an den Hüften und schob sie erst mal gemächlich an. Bis zur Hälfte des Platzes hatte er sein Tempo dann jedoch deutlich gesteigert und seine Freundin „schoss“ für ihr Empfinden über’s Eis. Sie kreischte wieder und er ließ sie lachend einfach los und manövrierte sich scheinbar mühelos vor sie hin. Dort drehte er sich zu ihr um und sagte schadenfroh: „Ist das etwa zu viel gewesen?“ „Wenn du vorhattest mich damit umzubringen, nein!“
Er drehte sich wieder um und bremste etwas ab, damit Lisa sich festhalten konnte. Diese war jedoch so sehr damit beschäftigt ihr Gleichgewicht zu halten, dass sie diese Geste gar nicht erst bemerkte und vor Schreck ausrutschte, als sie plötzlich seinen Hintern vor sich sah. Panisch nach Halt suchend klammerte sie sich an Andreas fest und erwischte dabei seine locker sitzende Jeans, die sie beim Hinfallen mit einem Ruck herunterriss. Andreas wurde dadurch mitgerissen und fiel unsanft auf den Bauch, womit für alle die diese Szene beobachtet hatten urplötzlich eine weiße, dicke Windel zum Vorschein kam.


Stille breitete sich über dem Eislaufplatz aus. Mit Entsetzen merkte Andreas, dass sämtliche Augen auf ihn, oder besser auf seinen Hintern, gerichtet waren. Dann, wie auf ein Kommando hin, zerriss die Stille und schallendes Gelächter erhob sich über dem gesamten Platz.
Gehetzt blickte er rund herum und sah jeden einzelnen seiner Freunde dabei zu, wie sie lauthals über ihn lachten. Es war regelrecht lähmend. Erst nach ein paar Augenblicken war er in der Lage aufzustehen und sich die Hose wieder hochzuziehen. Nur das Gelächter konnte er damit nicht abstellen. Ihm schlug das Herz bis zum Hals. Er fühlte sich unendlich gedemütigt und konnte noch dazu nichts dagegen unternehmen. Er flehte darum, dass die Sonne stärker würde, um so das Eis zum Schmelzen zu bringen und die Aufmerksamkeit von ihm zu lenken. Doch es blieb kalt, eiskalt. Noch in Monaten, sogar noch zu seinem Abschluss im nächsten Jahr würde man sich über ihn lustig machen. Der Zwangsgewickelte wollte schreien doch ihm schnürte es die Kehle dabei zu. Damit war dann auch die Frage, ob seine Freunde vielleicht Verständnis für ihn hätten, auf brutale Art geklärt worden.


Und als wäre die ganze Szene nicht schon peinlich genug, setzte das Schicksal in Gestalt seiner gestressten Blase noch einen drauf. Langsam und zaghaft merkte Andreas wie ein schwacher Strahl sich in seine Windel ergoss. Erst als er, ohne darüber nachdenken, was er damit auslöste, den Kopf senkte und ungläubig auf seinen Schritt starrte, nahm die Stärke zu und es breitete sich eine wohlige Wärme um seinen Unterleib aus. Sein Blick wurde von den gut 28 Augenpaaren, die auf ihn gerichtet waren, natürlich bemerkt und das Gelächter nahm ungeahnte Lautstärken an. „Oh mein Gott ich glaub’s nicht! Jetzt hat sich auch noch in die Hose, nein in die Windel gemacht,“ war von irgendwoher ein Aufschrei zu hören. Damit war wohl auch der letzte Zweifelnde in seinem Verdacht bestätigt worden.
Es war jedoch auch der befreiende Anstoß, den Andreas gebraucht hatte, um wieder Herr über seinen Körper, abgesehen von seiner Blase natürlich, zu werden. Mit Tränen in den Augen und dem schallenden Gelächter in den Ohren lief er los, überquerte schnell den Eislaufplatz bis zur Ausstiegsstelle, rammte dabei zwei seiner Mitschüler nieder und war gleich darauf in der Umkleide verschwunden. Hätte es nicht ein noch lächerlicheres Bild abgegeben, wäre er wahrscheinlich sogar mit den Schlittschuhen an den Füßen nach Hause gelaufen, so sehr wünschte er sich diesem Albtraum entfliehen zu können. Nach einigen Sekunden, die ihm wie eine Ewigkeit vorkamen und in denen er mit zittrigen Händen und viel Gezerre das Schuhwerk schließlich ausgetauscht hatte, stürmte er aus der Kabine wieder hinaus auf den Ausgang zu. Dort stand seine Sportlehrerin, die dem kalten Eis lieber einen warmen Kaffee vorgezogen hatte, und dadurch von der gerade sich zugetragenen Szene nichts mitbekommen hatte.


„Hey du bist aber ein bisschen früh dran. Wir haben noch eine halbe Stunde!“ Andreas reagierte nicht darauf und ging beharrlich weiter auf den Ausgang zu. Er passierte gerade seine Lehrerin als diese ihm nochmals zurief: „Hallo bist du taub? Der Unterricht ist noch nicht beendet!“ Er ignorierte sie weiterhin und nahm gerade den Türgriff in die Hand, als sie ihn plötzlich am Oberarm packte und zurückreißen wollte. „Was ist los mit dir? Wo willst du hin,“ schnauzte sie ihn dabei an. Dann, in dem Moment, als Andreas sich durch den Ruck nach hinten kurz umdrehen musste, sah sie sein Gesicht und blickte in seine bemitleidenswert, traurig dreinblickenden Augen. Gerade eben rann ihm eine einzelne Träne über die Wangen.


Völlig überrascht ließ sie locker und ihr Schüler riss sich wieder von ihr los. Er verschwand durch die Tür nach draußen, senkte den Kopf und rannte einfach los. Endlich konnte er weg von hier. Dass der Unterricht noch nicht zu Ende gewesen war, war ihm vollkommen egal. Er wollte nur so weit wie möglich fort von dem Ort seiner Zurschaustellung und rannte so schnell er konnte. Bis nach Hause waren es über 6 km, aber er war sportlich und vor allem von Wut und Verzweiflung getrieben, sodass er kein einziges Mal stehen blieb und bald zu Hause eintraf. Er schloss auf, ignorierte wiederrum die gleichen Fragen wie zuvor, die ihm nun nicht von der Sportlehrerin, sondern von seiner Mutter gestellt wurden, und verschwand in seinem sicheren Zimmer, hinter dem er lautstark die Tür zuschlug und absperrte. Dann warf er sich Kopf voraus auf sein Bett und begann heftig zu weinen. Dabei fragte er sich immer wieder dasselbe:
Wieso? Wieso nur? Was hab‘ ich verbrochen? Wieso nur ich?

Fortsetzung folgt...

=> Eine schöne Bescherung Teil 2


Diese Geschichte wurde von Windelnet User Rotfuchs eingesendet. Vielen lieben Dank!

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